GolestanPERSISCHE KÜCHE
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Wörter am Tisch

Ein paar Wörter, die an einem persischen Tisch immer wieder fallen – in persischer Schrift, in einer vereinfachten Umschrift und so, wie man sie als Deutschsprachiger annähernd ausspricht. Die Umschrift folgt dem Klang, nicht einem amtlichen System.

Wie man es liest

kh
Der Rachenlaut wie in „Bach“ – nie der weiche wie in „ich“.
gh
Tief hinten im Rachen, wie ein gerolltes r, das nicht schnarrt.
â
Ein langes, dunkles a, das ins o kippt – zwischen „Bahn“ und „Bohne“.
-e
Am Wortende immer gesprochen, nie stumm: „torshi“ hat zwei Silben, „sofre“ ebenfalls.

Im Lokal

Persische SchriftUmschriftAusspracheBedeutung
ببخشیدbebakhshidbe-bach-schidEntschuldigung. Damit ruft man und entschuldigt sich – das ch wie in „Bach“.
چی پیشنهاد می‌کنید؟chi pishnahâd mikonid?tschi pisch-na-had mi-ko-nidWas empfehlen Sie?
صورتحساب لطفاًsurat-hesâb lotfanssu-rat-he-ssab lot-fanDie Rechnung, bitte. Rechnen Sie damit, dass der Wirt zuerst abwinkt – das ist ta'ârof.
خیلی خوشمزه بودkheili khoshmaze budchei-li chosch-ma-se budEs war sehr lecker.
سیر شدمsir shodamssir scho-damIch bin satt. Nötig, denn nachgelegt wird auch ungefragt.

Am Tisch

Persische SchriftUmschriftAusspracheBedeutung
نوش جانnush-e jânnusch-e dschânWas man dem sagt, der isst – wörtlich „süß für die Seele“. Kein Trinkspruch, sondern ein Wunsch über den Teller hinweg.
دستت درد نکنهdastet dard nakonedastet dard nakone„Möge deine Hand nicht schmerzen“ – so bedankt man sich bei dem, der gekocht hat.
سفرهsofresofreDas Tuch, auf dem gegessen wird, und zugleich die ganze gedeckte Tafel. „Sofre anzünden“ gibt es nicht – man breitet sie aus.
تعارفta'ârofta'âroffDie Höflichkeit des Anbietens und Ablehnens. Wer zum dritten Mal angeboten bekommt, darf zugreifen.
چایchâytschâiSchwarzer Tee, in schlanken Gläsern, den ganzen Tag. Zucker kommt nicht hinein, sondern als Würfel zwischen die Zähne.

Zutaten

Persische SchriftUmschriftAusspracheBedeutung
زعفرانza'farânsa'farânSafran. Wird gemörsert und in heißem Wasser aufgelöst, nie trocken untergerührt.
زرشکzereshksereschkBerberitzen. Klein, dunkelrot, scharf sauer – kurz in Butter geschwenkt, nie gekocht.
لیمو عمانیlimu omânilimu omâniGetrocknete Limetten, schwarz und hohl. Werden angestochen und mitgekocht; sie geben Säure und eine leichte Bitterkeit.
کشکkashkkaschkEingedickte, getrocknete Molke. Wird vor dem Gebrauch verdünnt und kurz aufgekocht; schmeckt salzig-säuerlich wie sehr reifer Käse.
سبزیsabzisabsiKräuter – als Bund auf dem Tisch oder fein gehackt im Topf. „Sabzi khordan“ ist der Kräuterteller, den es zu fast allem gibt.
ادویهadviehadwijeDie Gewürzmischung des Hauses. Jede Familie mischt anders; Zimt, Kreuzkümmel, Rosenblätter und Kurkuma sind meist dabei.
رب انارrob-e anârrob-e anârGranatapfelmelasse. Dunkel, dickflüssig, sauer – der Gegenpol zur Süße der Walnuss.
گلابgolâbgolâbRosenwasser. Kommt ans Süße, nie ins Herzhafte, und immer erst am Schluss.

In der Küche

Persische SchriftUmschriftAusspracheBedeutung
ته‌دیگtahdigtah-digWörtlich „Boden des Topfs“: die goldene Kruste unter dem Reis. Wird am Ende gestürzt und zuerst verteilt.
پلوpolopoloReis, der zusammen mit etwas anderem gegart wird – mit Berberitzen, Kräutern, Bohnen. Nicht dasselbe wie Chelo.
چلوchelotscheloReis für sich allein, zweimal gegart: erst aufgekocht, dann im Dampf fertig. Dazu kommt das Khoresh in einer eigenen Schale.
خورشkhoreshkhoreschDer Schmortopf, der zum Reis gereicht wird – nie darüber gegossen, sondern daneben.
دم کردنdam kardandam kardanDen Reis bei kleiner Hitze ziehen lassen, ein Tuch unter dem Deckel. Daraus entsteht die Kruste.
آشâshâschEin dicker Eintopf aus Kräutern, Hülsenfrüchten und oft Nudeln – zwischen Suppe und Hauptgericht.
کوکوkukukukuEine dicke Eierspeise, voller Kräuter oder Gemüse, in der Pfanne gestockt und in Stücke geschnitten.
ترشیtorshitorschiEingelegtes in Essig – steht bei jedem Essen daneben und schneidet das Fett.

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