
Gilan · 2,5 Std. · Fleisch · Hauptgang · Für Geübte
Khoresh-e fesenjan
Auf Deutsch: Walnuss-Granatapfel-Schmortopf · Auf Englisch: Walnut and pomegranate stew
Für 6 Personen · metrisch
Huhn, langsam geschmort in einer dicken Sauce aus Walnüssen und Granatapfel
Khoresh-e fesenjan lebt von zwei Zutaten, die Zeit brauchen: fein gemahlene Walnüsse und Granatapfelmelasse, die bei kleiner Hitze zu einer dichten, säuerlich-runden Sauce zusammenfinden, in der das Huhn langsam weich wird. Der Schmortopf kommt im Herbst und Winter auf den Tisch, gern wenn Gäste da sind oder gefeiert wird, und wird mit Reis gegessen. Eine Quelle beschreibt ihre Version als festliche Zubereitung nach Gilaner Art.
Zutaten
- 550 gWalnusskernefein gemahlen
- 6HähnchenteileBrust oder Keule, ohne Haut; alternativ ein ganzes Huhn (ca. 1,5 kg)
- 150 gnach Säure der Melasse anpassenZu einem dunklen, dickflüssigen Sirup eingekochter Granatapfelsaft, kräftig sauer mit herber Fruchtsüsse.Ersatz: Am nächsten kommt man, wenn man ungesüssten Granatapfelsaft auf etwa ein Viertel einkocht und mit Zitronensaft und wenig Zucker abschmeckt; das trifft Frucht und Säure, wird aber meist dünner und weniger tief. Balsamico mit etwas Zitronensaft ersetzt nur Säure und Dunkelheit, bringt aber einen eigenen, weinigen Geschmack mit und schmeckt nicht nach Granatapfel.Mehr dazu
- 2Zwiebelfein gewürfelt oder gerieben, in Öl angeschwitzt
- 1250 mlWasserzum Schmoren, bei Bedarf nachgießen
- 5 ELÖlzum Anbraten von Zwiebel und Huhn
- ½ TLKurkuma
- 3 ELin heißem Wasser aufgegossenGetrocknete Blütennarben einer Krokusart, die Speisen goldgelb färben und ihnen ein herb-blumiges, leicht bitteres Aroma geben.Ersatz: Es gibt keinen echten Ersatz, denn das Aroma ist unverwechselbar. Kurkuma oder Färberdistel geben nur die Farbe, nicht den Geschmack; lieber etwas weniger Safran nehmen als ihn ersetzen.Mehr dazu
- Zuckernach Geschmack, falls der Schmortopf zu sauer ist
- Salznach Geschmack
- Schwarzer Pfeffernach Geschmack, zum Würzen des Huhns
Zubereitung
- Die Walnusskerne fein mahlen. Den Safran in heißem Wasser aufgießen und ziehen lassen, bis er gebraucht wird.
- Die Hähnchenteile waschen, gut abtropfen lassen und mit Salz, schwarzem Pfeffer und einem Teil des Kurkumas würzen.
- Etwas Pflanzenöl in einem schweren Topf erhitzen und die Hähnchenteile darin rundum goldbraun anbraten, dann herausnehmen und beiseitelegen.
- Das restliche Öl in den Topf geben und die Zwiebeln darin glasig dünsten. Den übrigen Kurkuma zugeben, dann die gemahlenen Walnüsse einstreuen und unter Rühren kurz mitrösten, bis sie zu duften beginnen.
- Das Wasser angießen, alles aufkochen lassen und die Hitze reduzieren. Die Granatapfelmelasse gründlich einrühren.
- Die Hähnchenteile mit dem Safranwasser in die Sauce legen. Den Topf bei schwacher Hitze mindestens 1,5 Stunden, gern auch länger, schmoren lassen und gelegentlich umrühren; bei Bedarf etwas Wasser nachgießen. Die Sauce ist fertig, wenn sie dick ist und sich an der Oberfläche Öl absetzt.
- Ist das Huhn gar, bevor die Sauce so weit ist, die Hähnchenteile herausnehmen, warm halten und erst beim Anrichten wieder in den Topf geben.
- Zum Schluss mit Salz abschmecken. Schmeckt die Sauce zu sauer, nach und nach etwas Zucker einrühren, bis Säure und Süße im Gleichgewicht sind.
- Den Khoresh-e fesenjan heiß mit Reis servieren.
Tipps und Varianten
Statt Huhn lässt sich auch Ente verwenden, und manche geben zusätzlich Pflaumen (Alu) in den Schmortopf. Granatapfelsaft kann die Melasse ersetzen; eine andere Spielart verzichtet ganz darauf und würzt mit etwas Zucker und gemahlenem Safran. Wer die Walnüsse spüren möchte, mahlt die Hälfte gröber. Man kann sie auch vor dem Ablöschen trocken unter Rühren rösten und erst danach das Öl zugeben. Gibt man während des Schmorens dreimal im Abstand von einer halben Stunde kaltes Wasser oder Eiswürfel dazu, geben sie mehr Öl ab. Das Huhn kann auch, statt angebraten, mit der Zwiebel in Wasser vorgegart und danach grob zerpflückt werden.
Allergene
Enthält: Schalenfrüchte (Nüsse)
Die Angaben ergeben sich aus der Zutatenliste dieses Rezepts. Fertigprodukte und Marken können weitere Allergene enthalten — bitte prüfe die Verpackungen selbst.
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