
15 Min. · Vegan · Getränk · Für Anfänger
Chai
Auf Deutsch: Persischer Tee · Auf Englisch: Persian Tea
Für 2 Personen · metrisch
Persischer Schwarztee mit Kardamom, klar und bernsteinfarben im Glas
Chai gehört in Iran zum Alltag, das ganze Jahr über: kräftiger Schwarztee, behutsam gezogen und mit angeknackten Kardamomkapseln leise gewürzt. Serviert wird er in Gläsern, dazu gibt es Würfelzucker oder Kandis, Rosinen, Datteln oder ein Stück Gebäck.
Zutaten
- 1 ELSchwarzer Teelose Blätter, z. B. Ceylon, Assam oder Darjeeling
- 400 mlWassersprudelnd kochend, zum Aufgießen und ggf. Verdünnen
- 2angeknackt, mitziehen lassenGrüne Kardamomkapseln, deren kleine schwarze Samen ein kräftiges, blumig-harziges Aroma geben.Ersatz: Gemahlener Kardamom geht notfalls, etwa ein Viertel Teelöffel für drei bis vier Kapseln, schmeckt aber flacher; schwarzer Kardamom ist kein Ersatz, weil er rauchig statt blumig ist.Mehr dazu
- Zuckerals Würfelzucker, Kandis (Nabat) oder Sirup zum Süßen
- 1 TLein Spritzer beim Servieren (optional)Wässriges Destillat aus Rosenblüten mit kräftigem, blumigem Duft, das tropfen- oder löffelweise Süssspeisen, Reis und Getränke aromatisiert.Ersatz: Einen gleichwertigen Ersatz gibt es nicht, denn der Rosenduft ist der eigentliche Zweck. Rosenaroma oder Rosenöl in Lebensmittelqualität geht, ist aber viel konzentrierter und wird nur tropfenweise verwendet; Orangenblütenwasser ergibt ein ebenso blumiges, aber deutlich anderes Gericht.Mehr dazu
- 1Minzefrischer Zweig zum Servieren (optional)
- 1 Priseeinige Fäden mitziehen lassen oder als Safran-Kandis (optional)Getrocknete Blütennarben einer Krokusart, die Speisen goldgelb färben und ihnen ein herb-blumiges, leicht bitteres Aroma geben.Ersatz: Es gibt keinen echten Ersatz, denn das Aroma ist unverwechselbar. Kurkuma oder Färberdistel geben nur die Farbe, nicht den Geschmack; lieber etwas weniger Safran nehmen als ihn ersetzen.Mehr dazu
- 2getrocknet, mit dem Tee aufgießen (optional)Getrocknete, ungeöffnete Knospen duftender Rosen, die meist zerrieben oder ganz verwendet werden. Sie schmecken blumig, leicht herb und etwas bitter.Ersatz: Getrocknete essbare Rosenblätter sind der beste Ersatz und schmecken nahezu gleich, nur etwas milder. Rosenwasser bringt den Duft, aber weder die herbe Note noch Farbe und Struktur, und es gehört in flüssige Zubereitungen statt in trockene Gewürzmischungen oder zum Bestreuen.Mehr dazu
- 1Zimtkleines Stück, etwa 2–3 cm, mitziehen lassen (optional)
Zubereitung
- Das Wasser in einem Kessel sprudelnd zum Kochen bringen.
- Inzwischen den schwarzen Tee abmessen und die Kardamomkapseln mit dem Messerrücken leicht anknacken, damit sich ihr Duft öffnet. Wer mag, spült die Teeblätter kurz mit kaltem Wasser ab.
- Teeblätter und Kardamom in eine vorgewärmte Kanne geben. Nach Belieben einige Safranfäden, die getrockneten Rosenknospen und ein 2–3 cm langes Stück Zimtstange dazulegen.
- Den Tee mit dem sprudelnd kochenden Wasser übergießen, dabei etwas heißes Wasser zum späteren Verdünnen zurückbehalten. Die Kanne abdecken.
- Den Tee 5 bis 10 Minuten ziehen lassen, je nachdem, wie kräftig er werden soll.
- Den Tee durch ein feines Sieb abseihen, sodass Blätter und Gewürze zurückbleiben.
- Den Tee in Teegläser füllen und je nach gewünschter Stärke mit dem zurückbehaltenen heißen Wasser verdünnen.
- Mit Würfelzucker, Kandis (Nabat) oder Sirup servieren; nach Wunsch einen Spritzer Rosenwasser hineingeben oder einen frischen Minzezweig ins Glas stellen.
Tipps und Varianten
Für einen besonders runden Tee die Kanne auf einen Topf mit kochendem Wasser setzen und den Tee bei sehr schwacher Flamme insgesamt rund 30 Minuten über dem Dampf ziehen lassen, zwischendurch umrühren. Man kann auch ein starkes Konzentrat brühen, das Glas damit zu einem Viertel bis zur Hälfte füllen und mit heißem Wasser auffüllen; so bestimmt jeder seine Stärke selbst. Ganz schlicht schmeckt Chai nur aus Tee und Wasser; aromatischer wird er mit Safran, Rosenknospen und Zimt, und mit aufgeschäumter Milch wird daraus ein Latte, warm oder auf Eis. Dazu passen ein Schälchen Datteln oder Rosinen und ein Stück Kandis.
Allergene
Für dieses Rezept ist nicht jede Zutat geprüft; „ohne“ wird deshalb nicht zugesichert.
Die Angaben ergeben sich aus der Zutatenliste dieses Rezepts. Fertigprodukte und Marken können weitere Allergene enthalten — bitte prüfe die Verpackungen selbst.
Stimmt etwas nicht?
Dieses Rezept ist sorgfältig aus unabhängigen Quellen zusammengetragen und geprüft worden. Trotzdem kann sich ein Fehler einschleichen — eine Menge, die nicht aufgeht, ein Schritt, der so nicht funktioniert. Wenn dir etwas auffällt, schreib uns: Wir sehen es uns an und bessern nach.


