
Iran · 50 Min. Arbeit · 70 Min. Ruhezeit · Fleisch · Hauptgang · Für Geübte
Lubia Polo
Auf Englisch: Green Bean Rice
Für 4 Personen · metrisch
Reis mit grünen Bohnen und Hackfleisch, mit Safran gedämpft, unten knuspriges Tahdig
Lubia Polo ist ein persisches Reisgericht mit grünen Bohnen: Hackfleisch, Tomate, Zimt und Kurkuma schmoren mit den Bohnen, bis alles fast trocken ist, dann dämpft die Mischung langsam mit dem Reis, bis sich am Topfboden eine goldene Kruste bildet. Es passt in den Sommer, wenn die Bohnen jung und zart sind, und kommt mit Salat Shirazi und einer Schale Joghurt auf den Tisch. Für Gäste gibt es eine festlichere Fassung, die man majlesi nennt.
Zutaten
- 350 gReisgewaschen und eingeweicht, in Salzwasser bissfest vorgekocht
- 300 gGrüne Bohnengeputzt, in 1–2 cm lange Stücke geschnitten
- 250 gHackfleischkrümelig angebraten
- 1Zwiebelgroß, fein gewürfelt, goldgelb gebraten
- 3 ZehenKnoblauchfein gehackt oder gerieben (optional)
- 2 ELTomatenmarkkurz angeröstet
- 3Tomatenreif, gerieben oder püriert
- 1 TLKurkuma
- 1 TLZimtgemahlen
- ½ TLKreuzkümmelgemahlen
- 1 TLfür Füllung und Reisschichten (optional)Persische Gewürzmischung, meist aus getrockneten Rosenblüten, Zimt, Kardamom und Kreuzkümmel, warm-blumig und kaum scharf.Ersatz: Am besten mischt man es selbst: etwa gleiche Teile gemahlenen Zimt, Kardamom, Kreuzkümmel und zerriebene getrocknete Rosenblüten, nach Belieben mit etwas Koriander. Ohne Rosenblüten fehlt der blumige Duft, der die Mischung ausmacht. Garam Masala ist kein guter Ersatz, da es durch Pfeffer und Nelken deutlich schärfer und dunkler schmeckt.Mehr dazu
- 1 Prisegemahlen, in 2–3 EL heißem Wasser aufgelöstGetrocknete Blütennarben einer Krokusart, die Speisen goldgelb färben und ihnen ein herb-blumiges, leicht bitteres Aroma geben.Ersatz: Es gibt keinen echten Ersatz, denn das Aroma ist unverwechselbar. Kurkuma oder Färberdistel geben nur die Farbe, nicht den Geschmack; lieber etwas weniger Safran nehmen als ihn ersetzen.Mehr dazu
- Schwarzer Pfefferfrisch gemahlen
- Salzfür Füllung, Einweich- und Kochwasser
- 5 ELPflanzenölzum Anbraten und für den Topfboden
- 20 gButterin Flöckchen auf den Reis vor dem Dämpfen (optional)
- 2Kartoffelnin dünne Scheiben geschnitten, für das Tahdig
- 1statt Kartoffeln für das Tahdig (optional)Sehr dünnes, weiches Fladenbrot aus Weizenmehl, das man zum Essen reicht und zum Einwickeln von Kebab, Kräutern und Käse nimmt.Ersatz: Am nächsten kommen andere dünne Fladenbrote wie Saj- oder Markook-Brot. Dünne Weizentortillas taugen zum Einwickeln, sind aber dicker und zäher. Yufka-Teigblätter sind dagegen roh und eignen sich nicht als Ersatz.Mehr dazu
- 120 mlWasserzum Schmoren der Bohnenmischung; dazu reichlich Wasser zum Vorkochen des Reises
Zubereitung
- Reis einweichen, Bohnen putzenDen Basmatireis in mehreren Wassern waschen, bis das Wasser klar bleibt, und anschließend 30 bis 60 Minuten in Salzwasser einweichen. Inzwischen die grünen Bohnen putzen und in 1 bis 2 cm lange Stücke schneiden.
- Zwiebel und Gewürze anbratenIn einem breiten Topf etwas Pflanzenöl erhitzen und die fein gewürfelte Zwiebel darin langsam goldgelb braten. Nach Belieben den Knoblauch kurz mitbraten, dann den Kurkuma zugeben und einige Sekunden mitrösten, bis er duftet.
- Hackfleisch und Bohnen bratenDie Hitze erhöhen, das Hackfleisch zugeben und krümelig anbraten. Mit Zimt, Kreuzkümmel, frisch gemahlenem Pfeffer, Salz und nach Belieben etwas Advieh würzen. Die Bohnen dazugeben und einige Minuten mitbraten.
- Mit Tomaten schmorenDas Tomatenmark in den Topf geben und kurz anrösten, dann die geriebenen Tomaten unterrühren. Das Wasser angießen, den Deckel auflegen und alles 15 bis 30 Minuten schmoren lassen, bis die Bohnen weich sind und die Mischung fast trocken ist.
- Den Reis vorkochenReichlich Salzwasser in einem großen Topf zum Kochen bringen, den abgetropften Reis hineingeben und 6 bis 10 Minuten bissfest vorkochen. In ein Sieb abgießen und kurz abspülen.
- Kartoffeln auslegen und schichtenDen Boden eines schweren Topfes mit dem restlichen Öl ausstreichen und dicht mit den Kartoffelscheiben auslegen. Reis und Bohnenmischung abwechselnd daraufschichten, nach Belieben jede Reisschicht mit etwas Advieh bestreuen, und alles zu einem Kegel aufhäufen. Das Safranwasser über die Spitze träufeln.
- Dampflöcher stechen, Deckel umwickelnMit einem Löffelstiel einige Löcher bis zum Topfboden stechen, damit der Dampf entweichen kann, und Butterflöckchen oder etwas Öl daraufgeben. Den Deckel in ein sauberes Küchentuch wickeln und fest auflegen.
- Kruste bilden und dämpfenDen Topf 5 bis 15 Minuten bei mittlerer Hitze lassen, bis sich am Boden die Kruste bildet, dann die Hitze reduzieren und den Reis 30 bis 60 Minuten bei schwacher Hitze dämpfen.
- Anrichten und servierenKurz ruhen lassen, den Reis locker durchmischen und auf eine Platte geben. Das Tahdig in Stücken dazulegen oder den Topf auf eine Platte stürzen. Mit Salat Shirazi und Joghurt servieren.
Tipps und Varianten
Statt Hackfleisch lässt sich Lamm oder Rind in Würfeln verwenden; eine sparsamere Fassung kommt mit etwa 150 g Hackfleisch aus. Für die festliche Fassung (majlesi) würzt man zusätzlich mit Rosenblütenpulver und etwas Muskat, eine frische Note bringen getrockneter Thymian oder Bohnenkraut mit Limettenpulver oder Zitronensaft. Wer die Bohnen besonders grün halten möchte, blanchiert sie vorher kurz und schreckt sie ab. Das Tahdig gelingt auch mit Lavash, Salatblättern, Kürbis oder einfach mit Reis; wer es schlichter mag, vermengt Reis und Bohnenmischung und dämpft beides ohne Kruste im selben Topf. Joghurt und Salat Shirazi kühl daneben stellen.
Allergene
Kann enthalten, wenn du die optionalen Zutaten verwendest: Glutenhaltiges Getreide, Milch (einschließlich Laktose)
Die Angaben ergeben sich aus der Zutatenliste dieses Rezepts. Fertigprodukte und Marken können weitere Allergene enthalten — bitte prüfe die Verpackungen selbst.
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