
Chorasan · 2,5 Std. · Fleisch · Hauptgang · Für Geübte
Zereshk Polo
Auf Deutsch: Safranreis mit Berberitzen · Auf Englisch: Saffron rice with barberries
Für 4 Personen · metrisch
Safranreis mit glänzenden Berberitzen, Pistazien und geschmortem Huhn
Zereshk Polo verbindet lockeren, duftenden Reis mit der hellen Säure getrockneter Berberitzen, die in Butter, Safran und etwas Zucker kurz geschwenkt werden. Dazu gehören Huhn, das langsam in einer sämigen Tomaten-Safran-Sauce schmort, und eine goldene Kruste vom Topfboden, das Tahdig. Es gilt als festliches Gericht für Gäste und Gesellschaften, als majlesi, und kommt am liebsten dann auf den Tisch, wenn viele daran teilhaben.
Zutaten
- 650 gReispersischer Reis, gewaschen und in Salzwasser eingeweicht
- 4HähnchenteileSchenkel oder Brust
- 60 ggetrocknet, gründlich gewaschenKleine, getrocknete rote Beeren der Berberitze, intensiv sauer mit leicht fruchtiger Note. In der persischen Küche kurz in Butter angeschwenkt und über Reis gestreut.Ersatz: Einen gleichwertigen Ersatz gibt es nicht. Am nächsten kommen ungesüsste getrocknete Sauerkirschen oder getrocknete Cranberrys, klein gehackt und mit etwas Zitronensaft beträufelt; sie sind jedoch grösser, süsser und weniger scharf sauer, sodass das Gericht milder und fruchtiger wird. Getrocknete rote Johannisbeeren treffen die Säure besser, sind aber selten zu bekommen.Mehr dazu
- 1Zwiebelgroß, in Streifen geschnitten
- 2 ZehenKnoblauchgehackt
- 2 ELTomatenmarkfür die Sauce, angeröstet
- ½ TLgemahlen, in heißem Wasser aufgegossen; für Huhn, Reis und BerberitzenGetrocknete Blütennarben einer Krokusart, die Speisen goldgelb färben und ihnen ein herb-blumiges, leicht bitteres Aroma geben.Ersatz: Es gibt keinen echten Ersatz, denn das Aroma ist unverwechselbar. Kurkuma oder Färberdistel geben nur die Farbe, nicht den Geschmack; lieber etwas weniger Safran nehmen als ihn ersetzen.Mehr dazu
- 60 gButterfür Berberitzen und Reis
- 4 ELÖlzum Anbraten und für den Topfboden
- 500 mlWasserheiß, zum Schmoren des Huhns
- 1 TLKurkuma
- 1 TLSchwarzer Pfeffergemahlen
- Salznach Geschmack, auch für das Einweich- und Kochwasser
- 2 ELZuckermildert die Säure der Berberitzen
- 1 ELZitronensaftfür Marinade oder Sauce
- 2 ELPistazienzum Garnieren
- 2 ELMandelstiftezum Garnieren
- 1Kartoffelin Scheiben für die Kruste (Tahdig) (optional)
- 1Zimtkleines Stück, in der Sauce mitgeschmort (optional)
- 1 TLzu den Berberitzen (optional)Wässriges Destillat aus Rosenblüten mit kräftigem, blumigem Duft, das tropfen- oder löffelweise Süssspeisen, Reis und Getränke aromatisiert.Ersatz: Einen gleichwertigen Ersatz gibt es nicht, denn der Rosenduft ist der eigentliche Zweck. Rosenaroma oder Rosenöl in Lebensmittelqualität geht, ist aber viel konzentrierter und wird nur tropfenweise verwendet; Orangenblütenwasser ergibt ein ebenso blumiges, aber deutlich anderes Gericht.Mehr dazu
Zubereitung
- Den gemahlenen Safran in einigen Esslöffeln heißem Wasser aufgießen und ziehen lassen (Safranwasser).
- Die Hähnchenteile trocken tupfen und mit Salz, schwarzem Pfeffer, Kurkuma, etwas Safranwasser und nach Belieben einem Teil des Zitronensafts einreiben. Zugedeckt mindestens 30 Minuten kühl ziehen lassen.
- Inzwischen den Reis mehrmals in kaltem Wasser waschen, bis das Wasser klar bleibt, und anschließend in Salzwasser 30 Minuten bis 2 Stunden einweichen.
- Die Zwiebelstreifen in einem Teil des Pflanzenöls goldbraun braten, den Knoblauch kurz mitbraten. Die Hähnchenteile zugeben und rundum anbraten. Das Tomatenmark im Öl mitrösten, bis sein roher Geschmack verschwunden ist.
- Mit dem heißen Wasser und etwas Safranwasser aufgießen, nach Belieben ein kleines Stück Zimtstange hineinlegen. Zugedeckt bei schwacher Hitze 75 bis 120 Minuten schmoren, bis das Huhn zart und die Sauce sämig ist. Die Zimtstange herausnehmen. Zum Schluss den restlichen Zitronensaft unterrühren und mit Salz abschmecken.
- Reichlich Salzwasser aufkochen, den abgetropften Reis hineingeben und 7 bis 10 Minuten vorgaren, bis die Körner außen weich sind, im Kern aber noch fest. In ein Sieb abgießen.
- Den Topfboden mit Pflanzenöl und etwas Butter bedecken und, wenn gewünscht, mit Kartoffelscheiben für das Tahdig auslegen. Den Reis locker und pyramidenförmig darüber häufen und mit einem Kochlöffelstiel einige Löcher bis zum Boden stechen.
- Den Deckel in ein Tuch schlagen, auflegen und den Reis bei schwacher Hitze etwa 45 Minuten dämpfen. Gegen Ende einen Teil des Safranwassers mit geschmolzener Butter verrühren und über den Reis träufeln.
- Die Berberitzen gründlich waschen, nach Bedarf kurz einweichen und gut abtropfen lassen. In der restlichen Butter bei schwacher Hitze kurz schwenken, Zucker und etwas Safranwasser zugeben, nach Belieben einen Hauch Rosenwasser, und sofort vom Herd nehmen, damit sie nicht bitter werden.
- Einen Teil des Reises mit dem übrigen Safranwasser goldgelb färben. Den weißen Reis auf einer Platte anrichten, Safranreis, Berberitzen, Pistazien- und Mandelstifte darüber verteilen. Das Huhn mit seiner Sauce daneben legen und das Tahdig in Stücken dazu reichen.
Tipps und Varianten
Das Huhn lässt sich auch länger marinieren, etwa mit Orangensaft, und separat frittieren, bevor es in die Sauce kommt; ein Stück Zimt in der Sauce nimmt ihm den typischen Hühnergeruch. Für das Tahdig eignen sich statt Kartoffelscheiben auch Lavash-Brot oder Safranreis, und manche gießen zu Beginn des Dämpfens etwas Wasser mit Öl über den Reis. Die Nüsse können gemeinsam mit den Berberitzen kurz geröstet werden. Wer mag, reicht Pommes frites dazu.
Allergene
Enthält: Milch (einschließlich Laktose), Schalenfrüchte (Nüsse)
Die Angaben ergeben sich aus der Zutatenliste dieses Rezepts. Fertigprodukte und Marken können weitere Allergene enthalten — bitte prüfe die Verpackungen selbst.
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Dieses Rezept ist sorgfältig aus unabhängigen Quellen zusammengetragen und geprüft worden. Trotzdem kann sich ein Fehler einschleichen — eine Menge, die nicht aufgeht, ein Schritt, der so nicht funktioniert. Wenn dir etwas auffällt, schreib uns: Wir sehen es uns an und bessern nach.


