
Iran · 50 Min. Arbeit · 100 Min. Ruhezeit · Fleisch · Hauptgang · Für Geübte
Khoresh-e Karafs
Auf Deutsch: Selleriesschmorgericht · Auf Englisch: Persian Celery Stew
Für 4 Personen · metrisch
Persisches Schmorgericht mit Staudensellerie, gebratenen Kräutern und feiner Säure
Khoresh-e Karafs ist ein langsam geschmortes Gericht aus Lamm- oder Rindfleisch und Staudensellerie, getragen von einer großen Menge dunkel gebratener Petersilie und Minze. Eine leise Säure aus Ab-Ghooreh, dem Saft unreifer Trauben, hält alles in der Schwebe, während Fleisch und Sellerie weich werden und die Sauce sich sammelt. Es passt in die kühleren Monate von Herbst und Winter und kommt mit persischem Reis auf den Tisch.
Zutaten
- 400 gLammfleischSchmorfleisch (Schulter oder Nacken), in 3–4 cm große Würfel geschnitten
- 400 gStaudensellerieStangen geputzt, entfädelt, in gleich große Stücke von 2–4 cm geschnitten
- 50 gzarte Blätter, fein gehackt, mit den Kräutern gebratenDie Blätter des Staudenselleries, kräftiger und etwas bitterer als die Stangen. Man findet sie an ungeputzten Bunden auf dem Markt, beim Gemüsehändler oder im türkischen Supermarkt, im Supermarkt sind die Stangen oft schon gestutzt.Ersatz: Glatte Petersilie mit einigen fein gehackten Selleriestangen kommt dem Geschmack nahe, ist aber milder und weniger bitter.Mehr dazu
- 150 gPetersiliefrisch, Blätter fein gehackt
- 50 gMinzefrisch, fein gehackt; ersatzweise 2–3 EL getrocknete Minze
- 1Zwiebelgroß, fein gewürfelt oder in dünne Streifen
- 1 TLKurkumagemahlen, kurz mit Zwiebel angeschwitzt
- ½ TLSchwarzer Pfefferfrisch gemahlen
- Salznach Geschmack, eher gegen Ende abschmecken
- 4 ELPflanzenölaufgeteilt: für Zwiebel und Fleisch sowie zum Braten von Sellerie und Kräutern
- 750 mlWasserkochend heiß, zum Schmoren; bei Bedarf nachgießen
- 3 ELzum Säuern, erst gegen Ende und schrittweise zugeben; ersatzweise ZitronensaftSaurer Saft aus unreifen grünen Weintrauben, in der persischen Küche als Ab-ghooreh bekannt. Mild-säuerlich und leicht fruchtig, sanfter als Essig.Ersatz: Zitronensaft, etwa zur Hälfte mit Wasser verdünnt, kommt der Säure am nächsten, bringt aber ein deutliches Zitrusaroma mit, das der Verjus nicht hat. Etwas milder Weissweinessig mit einem Schuss Traubensaft trifft den Traubenton besser, wirkt aber spitzer; in beiden Fällen sparsam beginnen und abschmecken.Mehr dazu
- 2angestochen, als Alternative oder Ergänzung zum Säuern mitgeschmort (optional)Ganze Limetten, die in der Sonne getrocknet wurden, bis sie hart, hohl und braun bis schwarz sind; sie geben Eintöpfen eine herbe, fast rauchige Säure.Ersatz: Einen wirklich guten Ersatz gibt es nicht. Frischer Limettensaft mit etwas abgeriebener Schale, gegen Ende zugegeben, liefert die Säure, aber nicht den vergorenen, leicht bitteren Tiefton, der das Gericht ausmacht; ein wenig Sumach kommt dem herben Charakter etwas näher, ist aber milder.Mehr dazu
- 1 Prisein etwas heißem Wasser gelöst, für Aroma (optional)Getrocknete Blütennarben einer Krokusart, die Speisen goldgelb färben und ihnen ein herb-blumiges, leicht bitteres Aroma geben.Ersatz: Es gibt keinen echten Ersatz, denn das Aroma ist unverwechselbar. Kurkuma oder Färberdistel geben nur die Farbe, nicht den Geschmack; lieber etwas weniger Safran nehmen als ihn ersetzen.Mehr dazu
Zubereitung
- Zwiebel und Gewürze anschwitzenDie Zwiebel in einem Teil des Öls bei mittlerer Hitze hell goldgelb anschwitzen. Kurkuma und schwarzen Pfeffer zugeben und kurz mitrösten, bis sie duften.
- Das Fleisch anbratenDie Fleischwürfel in den Topf geben und rundum anbraten, bis sich ihre Farbe verändert hat.
- Fleisch mit Wasser vorgarenDas Fleisch mit kochend heißem Wasser knapp bedecken und aufkochen lassen, den aufsteigenden Schaum abschöpfen. Zugedeckt bei schwacher Hitze 45 bis 60 Minuten vorgaren.
- Staudensellerie separat anbratenWährenddessen den Staudensellerie in einer Pfanne in etwas Öl anbraten, bis die Stücke glänzen und leicht Farbe nehmen, dabei aber ihre Form behalten. Herausnehmen und beiseitestellen.
- Kräuter hacken und dunkel bratenPetersilie, Minze und Selleriegrün gut abtropfen lassen und fein hacken. Im restlichen Öl bei mäßiger Hitze 8 bis 12 Minuten braten und dabei immer wieder wenden, bis die Kräuter dunkel geworden sind und kräftig duften, ohne zu verbrennen.
- Gemüse und Aromen zufügenStaudensellerie und Kräuter zum Fleisch geben. Nach Wunsch die angestochenen getrockneten Limetten und den in etwas heißem Wasser gelösten Safran zufügen.
- Langsam weich schmorenHalb zugedeckt bei schwacher Hitze weitere 45 bis 60 Minuten leise köcheln lassen, bis Fleisch und Staudensellerie weich sind und sich an der Oberfläche etwas Öl zeigt. Wird die Sauce zu knapp, heißes Wasser nachgießen.
- Säuern und abschmeckenGegen Ende das Ab-Ghooreh oder ersatzweise Zitronensaft nach und nach unterrühren und zwischendurch probieren, bis die Säure stimmt. Erst jetzt salzen und abschmecken.
- Ruhen lassen und servierenDen Topf vom Herd nehmen und das Gericht 5 bis 15 Minuten ruhen lassen, damit sich die Aromen setzen. Mit persischem Reis servieren.
Tipps und Varianten
Wer es etwas runder mag, röstet 1 TL bis 1 EL Tomatenmark mit dem Fleisch an. Statt Ab-Ghooreh kann frischer Zitronen- oder Limettensaft säuern, oder man schmort getrocknete Limetten mit, die zuvor eine Stunde in Wasser eingeweicht wurden. Getrocknete Minze ersetzt die frische; manche braten die Minze auch separat und kürzer und geben sie erst in der letzten Stunde dazu. Wenn es schneller gehen soll, kommen Staudensellerie und Kräuter gleich zu Beginn zum Fleisch, dann reicht gut eine Stunde Garzeit, und wer nur einen Topf benutzen möchte, brät Staudensellerie und Kräuter direkt auf dem Fleisch an.
Allergene
Enthält: Sellerie
Für dieses Rezept ist nicht jede Zutat geprüft; „ohne“ wird deshalb nicht zugesichert.
Die Angaben ergeben sich aus der Zutatenliste dieses Rezepts. Fertigprodukte und Marken können weitere Allergene enthalten — bitte prüfe die Verpackungen selbst.
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Dieses Rezept ist sorgfältig aus unabhängigen Quellen zusammengetragen und geprüft worden. Trotzdem kann sich ein Fehler einschleichen — eine Menge, die nicht aufgeht, ein Schritt, der so nicht funktioniert. Wenn dir etwas auffällt, schreib uns: Wir sehen es uns an und bessern nach.


